Zahnarzt, Zahnarztpraxis Frankfurt am Main
Zahnarzt Prophylaxe Frankfurt

Vorsorgeebenen sog. Präventionsebenen zur Prophylaxe :

Primäre Prävention:
Durch primäre Präventionsmaßnahmen wird das Auftreten neuer Krankheiten vermindert: Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide, auch die Vermeidung zuckerhaltiger Lebensmittel und die Fluoridierung.

Sekundäre Prävention: Die möglichst frühezeitige Diagnose auftretender Krankheiten sowie deren gezielte Behandlung zur Heilung oder Einschränkung der Krankheitsausbreitung entspricht der sekundären Präventionsebene. Besuche zur Routinekontrolle in der Zahnarztpraxis in halbjährlichen Intervallen gehören dazu.

Tertiäre Prävention: Tertiäre Präventionsmaßnahmen bestehen in der Vermeidung von Komplikationen, die bei der Behandlung bereits entstandener Krankheiten auftreten können.

Quartäre Prävention: Quartäre Prävention bedeutet Verhinderung unnötiger Medizin oder Verhinderung von Übertherapie. Das Prinzip «primum non nocere» ist ein Grundpfeiler aller Medizin

Die zahnmedizinische Prophylaxe Teil 1 - Zahnarzt Dr. S. Dilaver in Frankfurt am Main und Mainz

Die zahnmedizinische Prophylaxe Teil 2 - Zahnarzt Dr. S. Dilaver in Frankfurt am Main und Mainz

Die zahnmedizinische Prophylaxe Teil 3 - Zahnarzt Dr. S. Dilaver in Frankfurt am Main und Mainz


Karies- und Parodontalprophylaxe

Kariesentstehung und folgende Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates haben ihre gemeinsame Ursache in der Plaque und deren Stoffwechselprodukten.
Die primäre Karies- und Parodontalprophylaxe richtet sich auf die Schaffung einer möglichst plaque- und zahnsteinfreien Mundhöhle.
Dieses Ziel kann nur durch geeignete Mundhygienemaßnahmen erreicht werden.

Mundhygienemaßnahmen

Bei der Mundhygiene unterscheidet man zwischen Zahnpflege und Prothesenhygiene.
Ziel der Mundhygiene ist die gezielte,regelmäßige und gründliche Entfernung von Speiseresten und Plaque, um Karies, parodontalen Erkrankungen und Mundgeruch vorzubeugen.
Durch Mundspülungen, Sprays und Mundduschen allein können Zähne und Prothesenoberflächen nicht ausreichend gesäubert werden, allenfalls größere Speisereste lassen sich dadurch herausspülen.
Auch der langzeitige Erfolg bereits bestehender zahnmedizinischer Restaurationen (meist Füllungen oder Kronen) hängt von einer guten persönlichen Mundhygiene ab.
Ergänzend zu den häuslichen Mundhygienemaßnahmen, sollte in regelmäßigen Zeitabständen in der Regel von sechs Monaten eine professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt oder dessen Fachpersonal durchgeführt werden.
Für den Patienten haben bei allen Mundhygienemaßnahmen auch die ästhetischen Aspekte einen hohen Stellenwert.

Die Zähne sollen möglichst strahlend und hell sein und bleiben. Sofern es sich um aufgelagerte Flecken und Beläge handelt, ist dies mit der mechanischen Plaqueentfernung oder durch professionelle Zahnreinigung zu leisten. Geht es jedoch um die „innere“ Zahnfarbe,
kann diese nur durch Zahnaufhellung (Bleaching) geändert werden. Saubere Zähne sind jedoch auch dafür die Voraussetzung.

Prophylaxe - Am seidenen Faden

Bei sehr engen Zwischenräumen bietet Zahnseide jedoch nach wie vor die beste und oftmals einzige Lösung, um Beläge zu entfernen.
Die gängigste Form der Zahnseide wird auf kleinen Abreißrollen angeboten und ist gewachst oder ungewachst erhältlich.
Ungewachste Zahnseide fasert sich im Zahnzwischenraum auf und erfasst so die Beläge sehr gründlich.
Gewachste oder spezielle teflonbeschichtete Zahnseide ist glatter und kann gerade von Anfängern leichter in den Zahnzwischenraum eingeführt werden.
Sie fasert sich allerdings nicht auf, und es besteht die Gefahr, dass Wachs oder Teflon die Zahnzwischenräume verschließt.
Zudem gibt es Zahnseide mit Fluorid oder Chlorhexidin, die den Bakterienbefall reduzieren.

Die Zahnbürste ist nicht alles

Seit die Menschen begonnen haben, mit zerfaserten Ästchen ihre Zähne zu reinigen, hat sich in der Mundhygiene die Zahnbürste als Pflegeinstrument Nummer eins behauptet. Doch sie allein reicht nicht aus. Mit der Zahnbürste sind die Zahnzwischenräume nicht komplett sauber zu bekommen, das fand auch die Stiftung Warentest im Praxistest heraus.

Für eine gründliche und effektive Zahnreinigung gibt es deshalb weitere praktische Hilfsmittel.
Sie gelangen auch an Stellen, die von der normalen Bürste nicht erreicht werden.
Das sind in erster Linie die Zahnzwischenräume.
Sie machen etwa 30 Prozent der Zahnoberfläche aus, und gerade sie sind anfällig für Karies und Parodontitis.

„Das Zahnputzwerkzeug muss gut gewählt sein“, sagt Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Oberärztin für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie an der Zahnklinik Freiburg.
Wissenschaftler empfehlen ganz bestimmte Instrumente für die Zahnpflege.

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Hilfsmittel für die Zwischenraumreinigung

  • Zahnseide
  • Mundduschen
  • Interdentalbürsten

Das erste Mittel für Problemzonen:

Zahnseide! Einmal täglich – so empfehlen es Wissenschaftler – sollte die zarte aber stabile Kunstfaser zum Einsatz kommen.
Ob Natur, gewachst oder flauschig, ob mit Minzgeschmack, Fluor oder antibakteriellen Wirkstoffen – das hängt von individuellen Bedürfnissen ab.
Bei sehr engen Zwischenräumen rutscht die gewachste Zahnseide besser durch, bei etwas weiteren ist die aufgebauschte Flausch-Zahnseide oft besser geeignet.
Kunstfasern mit verstärkten Enden zum Einfädeln erleichtern den Einsatz unter Brücken.

Der Einsatz von Zahnseide erfordert im engen Mundraum etwas Übung und Geschick: Ein etwa 50 cm langer Faden wird bis auf ein rund zehn Zentimeter breites Stück um die beiden Mittelfinger gewickelt, zwischen den Zeigefingern gespannt und vorsichtig mit sägenden Bewegungen in den Zwischenraum geschoben.

Dort bewegt man ihn mehrmals auf und ab und geht dabei auch etwas unter den Zahnfleischrand. Für jeden Zahn wickelt man den Faden etwas weiter.

Es gibt auch spezielle Sticks mit aufgespanntem Floss, die leichter zu handhaben sind. Allerdings erreicht die herkömmliche Zahnseide eine größere Auflagefläche, weil man sie gut etwas um den Zahn herumlegen kann.

Eine große Bandbreite, um die Zwischenräume zu reinigen, bieten Zahnzwischenraumbürsten. Ihr Einsatz erfolgt im zunehmenden Lebensalter, da dann die Zahnzwischenräume bereits offener sind. Die Größe sollte durch eine Prophylaxeassistentin bestimmt werden.

Mundduschen technisch unterschiedlich

Bei den Mundduschen konkurrieren verschiedene technische Systeme gegeneinander.
Allen gemeinsam: Sie versprühen gezielt und mit Druck Wasser. Die aktuellen Modelle bieten weitere Funktionen.
Es gibt spezielle Aufsätze, bei denen der Wasserstrahl nicht nur zur Beseitigung der Essensreste verwendet wird.
Die Aufsätze massieren gleichzeitig das Zahnfleisch und/oder bringen spezielle Lösungen in die Zahnfleischtaschen ein, die für die Mundhygiene vorteilhaft sind.
Auch Aufsätze zur Zungenreinigung sind erhältlich. Es gibt verschiedene Kombinationen von Zahnbürste mit Munddusche,
die auch platzsparend gegenüber den Einzelgeräten aufgestellt werden können. Trotzdem beseitigen sie die vorhandene Plaque im Zahnzwischenraum nicht ausreichend.
Welches Hilfsmittel für die Zwischenraumreinigung auch immer verwendet wird – der Einsatz macht sich bezahlt.
Das bestätigt die Untersuchung der Stiftung Warentest: „Der Pflegezustand des Gebisses besserte sich bei allen Probanden“. Zahnhölzchen können keines dieser Instrumente ersetzen. Sie sind eher etwas fürs „Grobe“, um beispielsweise Speisereste zu entfernen.
Mundspülungen unterstützen die Mundhygiene, wenn sie Wirkstoffe gegen Bakterien oder Fluoride enthalten. Sie stabilisieren eine gesunde Mundflora, hemmen die Neubildung von Plaque und beugen Karies vor. Das Putzen ersetzen können sie allerdings nicht.
Ebenfalls zur Reduzierung der Bakterien setzen sich Zungenschaber oder -bürsten immer mehr durch.
Denn auf der rauen Zungenoberfläche macht sich gern ein Bakterienteppich breit.
Für die Zahnpflege zwischendurch und unterwegs sind zuckerfreie Kaugummis eine praktische Ergänzung zur Zahnpflege, vor allem nach dem Essen.
Sie regen den Speichelfluss an und unterstützen die Selbstreinigungskräfte im Mund bis zum nächsten Zähneputzen.